Kinder mit ADHS sind oft sehr kreativ. Sie arbeiten meist gerne mit den Händen, haben viele Ideen und sind gestalterisch häufig sehr begabt. Meine Beiden basteln gerne, Leonie malt und zeichnet für ihr Leben gerne und Brian betätigt sich gerne handwerklich.

Leonie hat seit Beginn der ganzen Corona-Problematik viele Ängste. Sie ist mit ihren knapp 13 Jahren alt genug um die groben Umrisse des Themas zu verstehen, aber nicht weit genug um die Ausmaße und Konsequenzen zu überblicken. Um ihr die Ängste etwas zu nehmen und um nicht alles ganz so schwarz zu sehen, habe ich ihr geraten an schönen Momenten festzuhalten, sie zu verinnerlichen und an die Zeiten nach Corona zu denken. Denn diese Zeit wird es geben, auch wenn noch niemand weiß, wie lange es dauern wird.

Dabei raus gekommen ist eine Collage. Ich gab ihr alte Zeitschriften und Zeitungen, eine Schere, Bastelkleber und eine Pappe in DIN-A3 (z.B. die Rückseite eines größeren Zeichenblocks).

Beim Malen und Basteln ist Leonie häufig in einem Zustand der Hyperfokussierung. Denn: ADHS bedeutet nicht, sich grundsätzlich nicht konzentrieren zu können. Die Phasen, in denen das Konzentrationsniveau stimulusbedingt erhöht ist (Flow-Zustand), werden manchmal als eine besondere Fähigkeit interpretiert. (Quelle: https://www.adhspedia.de/wiki/Hyperfokus )

So war mein Kind knapp zweieinhalb Stunden damit beschäftigt, sich positive Gedanken zu machen und die Ängste, die das Wort Corona bei ihr auslöst komplett zu vergessen. Probiert es doch auch mal aus. Wenn es keine Collage oder Bild ist, könnt ihr auch eine Höhle bauen, in der es kein Corona gibt, oder im Garten (falls ihr einen habt) mit einem Seil oder anderem Markierungen einen “Coronafreien Bereich” bauen. Die Kinder können sich erfahrungsgemäß einen “Sicheren Ort” schaffen, der sie innerlich und äußerlich beruhigen kann. Weitere Ideen & Infos: https://www.dis-sos.com/sichere-ort-1/

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