Morgens halb acht bei uns

Mein dritter Kaffee läuft durch, obwohl meine Gedanken schon seit einer halben Stunde bei Sekt sind. Ich bin ein Morgenmuffel. Genau wie mein Mann. Früh aufstehen? Nicht unser Ding. Deshalb wechseln wir uns am Wochenende morgens mit den Kindern ab. Ich stehe samstags mit den Kids auf und er sonntags, dass der jeweils andere wenigstens an einem der Tage ausschlafen kann. Das funktioniert ganz gut.

Unser Sohn Brian steht auf und ist sofort auf 100 Prozent. Der Akku ist nach der Nacht wieder aufgeladen und oft genug habe ich das Gefühl, dass sich das Gerät überhitzt hat. Er springt, singt und tobt und das in einer Lautstärke, die selbst einen Bären im Winterschlaf wecken würde.

Quelle: Pixabay

Ich habe heute Morgen also gefühlt schon dreißig mal gesagt: “Sei leiser, Papa und Leonie schlafen noch!”, “Jetzt hör´doch mal auf!”, “Brian, Nein!” Es ist ein Spagat zwischen dem Gedanken, ihm nicht so kurz nach dem Aufstehen schon so viel negativ-Feedback zu geben und dem Wunsch, die Löwen in der Höhle nicht zu wecken. Denn wer schonmal erlebt hat, wie ein Teenager, dessen Schlafbedürfnis bei etwa 16 Stunden am Tag liegt (so ca. von 24-16 Uhr), um acht Uhr früh vom nervigen kleinen Bruder geweckt wurde, ist sehr darauf bedacht, diese Situation zu vermeiden bevor es Tote gibt.

Denn wenn Leonie so früh geweckt wird, habe ich gleich dreimal Trouble: Einen Brian, der gerade mit einem imaginären Panda Tango tanzt , eine kleine Fiona, die neben mir steht, flehend die Arme nach oben streckt und “Kaka” sagt und eine fuchsteufelswilde knapp 13-Jährige, die so laut rumschreit, dass der Papa im Halbschlaf mit den Worten “Da will man einmal ausschlafen…” die Treppe runterschlurft.

Also geht es in erster Linie darum, die beiden kleinen Mäuse möglichst leise zu beschäftigen, was wirklich nicht ganz einfach ist, mit Brians Bewegungsdrang am Morgen. Vor Corona bin ich mit den beiden vor die Tür gegangen, wenn ich ihn gar nicht einfangen konnte. Spielplatz, Bolzplatz oder schonmal ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Jetzt bin ich etwas ratlos. Heute Morgen haben wir es mit TipToi-Büchern geschafft. Die kann ich übrigens sehr empfehlen. Mit denen ist eine Selbstbeschäftigung bei Brian eine Zeit lang möglich, es gibt auf den einzelnen Seiten auch ein paar Konzentrationsspiele und die Kids lernen was dabei.

Gerade Brian ist sehr wissbegierig. Er stellt viele Fragen zu Dingen, die ihn interessieren und oft erklärt er mir Dinge, die er irgendwo aufgeschnappt hat, von denen ich noch nie gehört habe.

Wie macht ihr das morgens mit der Morgenroutine? Gibt es Rituale? Sind eure Wirbelwinde auch direkt nach dem Aufstehen so aktiv? Lasst doch ein Kommentar da.

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