Auf 2020 hätte ich komplett verzichten können… Oder doch nicht?

Wir haben es geschafft, 2020 ist rum. Ein Jahr, das so besonders war, dass es nur schwer in Worte zu fassen ist. Für alle, aber auch für uns als Familie. Wir haben viele gemeinsame Situationen erlebt, haben uns in manchen Zeiten weit voneinander distanziert und sind in anderen Momenten so nah zusammengewachsen wie sonst nie. Alles in allem war es sehr anstrengend. Nach meinem Burn-Out im Oktober 2019 hätte ich mehr Zeit gebraucht, um mich zu erholen. Um mal zur Ruhe zu kommen, um zu atmen, um mir meiner selbst bewusst zu werden. Doch diese Zeit nahm mir das Virus. Dennoch war 2020 nicht nur schlecht. Es gab viele viele schöne Momente. Alleine oder als Familie. Man muss sie sich nur bewusst machen.

Und wenn es nur “achtsam die Sonne auf der Haut spüren” war, 2020 war doch nicht nur schlecht, oder?

Ich habe mir bewusst Zeit genommen, um mir die positiven Momente des vergangenen Jahres durch den Kopf gehen zu lassen und sie mir nochmal in Erinnerung zu rufen. Oft überwiegt die Erinnerung an die negativen Erlebnisse. Also, macht euch bewusst, was euch im vergangenen Jahr gefreut hat zwischen all dem Chaos. Hier meine kleine Liste der Dinge, an die ich mich gerne zurückerinnere:

  1. Das letzte Rock-Konzert: Seit etwa 15 Jahren habe ich eine Lieblingsband. Silverstein aus Ontario, Kanada. Ich liebe die Musik. Auf den Konzerten kann ich ich selbst sein, vergesse alles, fühle den Beat, schreie die Texte aus mir heraus (Genre: Post-Hardcore) und gehe anschließend völlig befreit und glücklich nachhause. Mein Ausgleich. Seit Jahren. Im Februar 2020 war ich das letzte Mal auf einem Konzert meiner Lieblingsband. Ein unvergesslicher Abend voller Energie und Glücksgefühlen. Dafür bin ich dankbar.
  2. Auch im Februar, als Corona schon ziemlich nah war, aber noch nicht so präsent, war ich mit meinem Mann alleine in Paris. Ein Wochenende zu zweit. Nur er und ich. Uns ist Paarzeit sehr wichtig, denn wir möchten uns vor lauter “Eltern-Dasein” (das in dieser Familie sehr intensiv ist) nicht aus den Augen verlieren. Es war ein schönes Wochenende, an dem wir Kraft tanken konnten.
  3. Wir als Familie haben uns so sehr gefreut, dass es im Sommer besser wurde mit den Zahlen und der Badesee bei uns um die Ecke aufgemacht hat. Für die Kinder bedeutete das ein Hauch von Normalität und uns als Eltern half das enorm durch die Sommerferien. Natürlich immer mit Abstand und wir sind auch zwei mal wieder nachhause gegangen weil es uns zu voll wurde. Aber die Stunden am See waren einfach wunderbar. Außerdem habe ich das Stand-Up-Paddling für mich entdeckt. Klasse Sache. Macht richtig viel Spaß!
  4. Im Herbst haben wir als Familie immer wieder Zeit auf dem Skateplatz verbracht. Mit Rollern (unser Sohn hat zum Geburtstag einen Stunt-Roller bekommen und kann davon gar nicht genug bekommen), Skateboards und Rollschuhen ging es los. Ein schönes Erlebnis für die ganze Familie.
  5. Meine beste Freundin ist schwanger geworden. Das ist immer wieder ein Wunder. Wir freuen uns alle so sehr auf die kleine Maus, die voraussichtlich im April das Licht der Welt erblicken wird.

Und je öfter ich mir diese Dinge bewusst mache (und mir fallen noch ganz viele andere Dinge ein), umso mehr wird mir klar, dass 2020 gar nicht nur übel war. Versucht es doch auch mal. Was war 2020 euer Glücksmoment. Eure schönste Erinnerung?

Jetzt geht´s erstmal weiter und ich wünsche ein frohes neues Jahr. Auf das 2021 mindestens genauso schön wird, wie 2020 😉

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